28.03.2015 Boring Blenheim ;-)

Jetzt ist einige Zeit vergangen und ich arbeite seit vier Wochen auf einer Austernfarm. Das ist eine sehr einfache, aber auch extrem anstrengende Arbeit bei der ich Austern aus Säcken in eine Maschine schütte und danach die nach Größe sortierten Austern wieder in Säcke fülle und die wieder ins Meer gehängt werden. So ganz grob jedenfalls.

Die erste Woche habe ich in einem Hostel in Blenheim geschlafen, aber da ich morgens um kurz nach fünf aufstehen muss und in Zimmern mit 6 Personen immer jemand kommt und geht, oder schnarcht, habe ich mir danach ein privat vermietetes Zimmer in einem kleinen Nachbar-Örtchen gesucht. Daher lebe ich momentan in Renwick.

Ich werde morgens um kurz nach sechs an einer Kreuzung in der Nähe eingesammelt und dann fahren wir 1.25 Stunden nach Okiwi Bay. Dort bringen wir das Boot ins Wasser und dann geht’s 20 Minuten mit dem Boot in eine Bucht in der die Leinen der Austernfarm und auch die schwimmenden Arbeitsplattformen sind. Dann wird bis zum Nachmittag gearbeitet und dann geht’s zurück. Das sind dann immer so 12 Stunden bis ich wieder zurück bin und die ersten 2 Wochen war ich völlig fertig, jetzt wird es langsam nur noch anstrengend. 🙂 Aber die Leute mit denen ich arbeite (inzwischen sind es 7) sind nett und es ist eine ganz andere Erfahrung. Da ich in der Woche die Hälfte meiner Zeit auf dem Wasser verbringe fühlt sich der feste Boden komisch schwankend an 🙂

Je nach Wetter ist die Bootsfahrt sehr verschieden. Von sonnigen Tagen mit ruhigem Meer und springenden Delfinen bis zu Sturm mit 3 – 4m hohen Wellen. Da fühlt sich das sonst recht stabile Boot dann doch recht klein an. 20150323_075202

An den Wochenenden war ich mit Freunden aus dem Hostel hier in der Gegend unterwegs, aber bis auf einige Landschaftlich schöne Ecken etwas weiter entfernt ist hier nichts los. Es ist zwar eine große Stadt, aber irgendwie der bei weitem langweiligste Teil Neuseelands.

 

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Letzes Wochenende waren wir in der Whites Bay P1040318

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und am Sonntag habe ich mir einige Rennen auf der Rennstrecke angesehen die 2km entfernt ist. Das war schon spannend und anders als in Deutschland. Die Rennstrecke ist einfach ein Oval und nicht geteert. Und die Fahrzeug-Klassen gehen von einfachen Autos mit ner stange hinter dem sitz, also sehr billig, bis zu Ethanol befeuerten 800PS Rennwagen die ähnlich den Nascar Autos aussehen. Aber dann halt auf losem Untergrund. Schon eher spektakulär.

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01.03.2015

Nach der schönen Zeit in Takaka bin ich nach Nelson gefahren um langsam ein bisschen Arbeit und einen Platz zum verweilen zu finden. Fast auf dem Weg nach Nelson (also genau die andere Richtung) lag noch der Wainui Wasserfall. Es war wirklich schön, vor allem nachdem Vincent und ich noch einen kleinen Trampelpfad gefunden haben um den Fluss oberhalb des Wasserfalls zu erkunden. Wirklich wunderschöne und wilde Natur.

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Danach habe ich nochmal bei den Canaan Downs angehalten, wo das Luminate Festival stattgefunden hat. Dort gibt es eine Höhle in die man sich 176m am Stück abseilen muss. Ich hatte erwartet einen relativ kleinen Eingang zu finden, aber es ist ein riesiger Krater. Leider kann man nicht sehr tief hinein schauen.

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Auf dem wunderschönen Weg dahin durch den alten Beech Wald waren so viele Wespen in den Bäumen dass die ganze Strecke ein echt lautes Summen zu hören war. Die Wespen sind hier eine richte Plage. Sie sind überall und es sind wirklich viele.

In Nelson habe ich einige Tage verbracht und versucht meine Bankkarte abzuholen (leider erfolglos) und vielleicht im Hafen bei den Bootsbauern einen Job zu finden. Leider war ich damit auch nicht erfolgreich. Daher bin ich dann gemütlich über Havelock nach Picton gefahren. In Picton gab es auch kein Jobs auf den Schiffen, da die Touristensaison zuende geht und das Stammpersonal ausreicht. (Ich hatte mir überlegt irgendeinen Job mit dem Meer zu finden wo ich jetzt schonmal an der Küste bin 🙂 )

Die letzten Tage bin ich noch auf einer Schotterstrasse nordöstlich von Picton an der Küste entlang nach Blenheim gefahren. Wunderschöne einsame Buchten und ein paar sehr einfache aber schöne Campingplätze.

Auf dem Weg hatte ich in Havelock an der Tankstelle einen Zettel mit einem Jobangebot gefunden. Es sagte nicht viel aus, aber es ging um Arbeit auf dem Wasser. Also habe ich angerufen und habe heute Nachmittag ein Vorstellungsgespräch in einem Cafe in Blenheim. Der Besitzer klang schonmal recht nett am Telefon.

Grüße aus Blenheim

Manuel