10.02.2015 Klettern im Paynes Ford

Nach dem Festival bin ich am 05.02. von den Canaan Downs Richtung Golden Bay gefahren. Das ist die Gegend um den nördlichsten Punkt der Südinsel. Bis Takaka waren es nur ungefähr 40km, aber sehr kurvenreiche Straßen. Takaka ist die größte Stadt in der Gegend mit ungefähr 1500 Einwohnern. Aber es ist recht belebt und es gibt ein Kino und so weiter. Wirkt recht nett. Hier habe ich ungefähr 5km außerhalb den Campingplatz Hangdog gefunden. Der ist nur für Kletterer da er direkt neben dem wirklich schönen und großen Klettergebiet Paynes Ford liegt. Das ist hauptsächlich Kalkstein und es gibt über 250 Routen die man zu Fuss in 10 Minuten erreichen kann. Aus der einen geplanten Nacht sind dann bisher auch schon 6 geworden.

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Ich vermisse meine Kletterausrüstung sehr und das Zeug ist hier furchtbar teuer weil alles importiert werden muss. Das hatte ich nicht bedacht als ich mich entschieden habe meine Sachen nicht mitzunehmen. Hier sind zwar viele Kletterer unterwegs, aber an Ausrüstung mangelt es oft.
Aber ich war hier schon mit einigen Leuten jeden Tag Klettern und heute haben wir Mittags aufgehört um eine kleine Pause zu haben und ich wollte meine Berichte gleich mal hochladen in Takaka. Da gibt es an der Bibliothek freies WLAN.
Klettern macht hier echt Spass, aber hier gibt es im Unterschied zu vielen Kletterrouten in Deutschland keine Möglichkeiten das Seil vorher ober zu Befestigen (Toprope). Also muss immer mindestens einer den Vorstieg machen und dabei das Seil unterwegs einklipsen. (Das ist ja auch die eigentlich richtige Art zu klettern) Aber das ist für mich schon noch ungewohnt und daher sehr aufregend/anstrengend ab einer gewissen Höhe über dem Boden 🙂 Die Routen hier gehen bis knapp 30 Meter.

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Daher wollen Henry (aus Belgien) und ich morgen mal einige Sturzübungen machen um uns ein bisschen mehr daran zu gewöhnen.
Wir waren hier auch eine Nacht in einer Höhle unter den Kletterfelsen in der man Glühwürmer sehen kann.
In der Nähe der Felsen fließt der Takaka River in dem man schwimmen (furchtbar kalt) kann oder auch einige Boulderprobleme über dem Wasser (deep water soloing) ausprobieren. Aber nach einem kurzen Schwimmen habe ich mich daran noch nicht getraut. Das Wasser ist einfach zu kalt. Und die Sonne hat zwar viel Kraft hier, die Lufttemperatur ist aber nicht sehr hoch. Vielleicht mal knapp über 20 Grad, aber immer mit Wind. Nachts ist es eher zwischen 0 und 10 Grad.
Die nächsten Tage werde ich vielleicht mit Ido (aus Israel) eine Wanderung durch einen der Nationalparks machen wenn das zeitlich bei uns beiden passt.

 

Das ist meine Klettergruppe für die Tage gewesen. Von rechts: Henry aus Belgien, Beth aus Amerika und Vincent aus dem Harz

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Und nochmal unsere Gruppe bei einem Abschiedsfoto.

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Grüße vom Hangdog Camp

Manuel

4 Gedanken zu „10.02.2015 Klettern im Paynes Ford“

  1. Klingt wie das absolute Kletterparadies! Und wir gehen hier immer in so eine langeweilige Halle mit Plastikgriffen an der Wand…verrückt!
    Genieße die Zeit und fall nicht so tief bzw. nur so, wie du es dann vorher geübt hast!

  2. Sehr schön von dir zu lesen was du letzter Zeit so erlebt hast.
    Ich wünsche dir weiterhin so tolle Begegnungen, sportliche Erlebnisse und viele schöne Eindrücke.
    Auf die nachfolgenden Fotos bin ich auch schon gespannt.
    Alles erdenklich Gute wünsche ich dir und sei behütet.
    Lg. von mir an dich
    Anita

  3. Lieber Manuel,

    das hört sich total spannend und interessant an, was du erlebst und beschreibst – toll, dass du dir auch so Zeit lassen kannst, wie du magst und nicht alles durchge“taktet“ hast. So wird das Erlebnis intensiver… Ich freue mich schon auf deine zugehörigen Fotos!

    Alles Gute und pass gut auf dich auf!
    LG Marianne

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