15.02.2015 Farewell Spit und die Wale

Ich bin am Samstag um 2 Uhr beim Campingplatz am Wharariki Beach angekommen und wollte eigentlich noch nach Jobs suchen und vielleicht was schreiben, als ich hörte dass in der Nähe Wale gestrandet sind. Ich bin sofort hingefahren, habe gleich eine Unterweisung mitbekommen und bin mit raus zu den Walen.

Gestern sind wohl 200 Pilot-Wale gestrandet und es konnten nur ca. 80 gerettet werden. Die sind wohl heute wieder gestrandet und diesmal haben es „nur“ 12 nicht geschafft. Ich hoffe dass sie jetzt nicht noch einmal stranden, denn das zehrt sehr an ihren Kräften.

Es war ein ganz außergewöhnliches Gefühl diesen Großen aber auch so hilflosen Tieren so nahe zu sein. Ich habe richtig gemerkt, dass der Wal um den ich mich mit Vincent (So ziemlich das ganze Hangdog Camp war da) gekümmert habe auf uns regiert hat. Die Wale müssen hauptsächlich gekühlt und irgendwie ruhig gehalten werden. Am Anfang hat der Wal noch ganz schnell und unregelmäßig geamtmet, aber nach einer Weile haben ich mit ihm einen Rhythmus gefunden. Wenn ich das Wasser auf den Rücken gegossen habe, hat er aus und wieder eingeatmet und dann konnte ich das Wasser über seinen Kopf gießen. Das Problem ist, dass der Wal halt kein Wasser atmen möchte und davor auch große Angst hat. Aber nach einer Weile ist er viel ruhiger geworden, nachdem er gemerkt hat, dass ich darauf aufpasse. Es war ganz furchtbar mit anzusehen wie die Tiere litten. Jeder Atemzug war eine große Anstrengung für sie und auch die Sonne hat einige sehr mitgenommen. Die Haut hat sich in Großen Blasen abgeschält, teilweise komplett auf einer Seite.

Nach 2 oder 3 Stunden kam dann die Flut und wir sind zurückgegangen, da es ohne Neopren Anzug einfach zu kalt war. Aber die Wale haben definitiv gemerkt dass wir ihnen helfen wollten! Ganz unglaubliches Gefühl. Ich bin froh geholfen zu haben.

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Das war der Wal um den ich mich mit Vincent gekümmert habe.

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2 Gedanken zu „15.02.2015 Farewell Spit und die Wale“

  1. Hallo, du Wal-mit-Retter
    Einen gaaanz lieben Gruß an dich von mir.
    Ja, diese Strandung war auch hier in den Nachrichten zu sehen.
    Schön das ihr dort mithelfen konntet und auch „mitretten“ konntet. Leider haben es so einige Wale ja nicht überstanden.
    Diese Eindrücke sind sicherlich auch nachhaltig bei dir glaube ich, im Gedächtnis.
    Du erlebst aber auch täglich Aufregendes und Spannendes!!!
    Und da bleibt mir von hier aus ja sowieso nur dir ganz viel Freude und Spaß für die nächste Tour zu wünschen und das Gottes Schutz und Segen immer mit dir ist.
    Und mich zu freuen über die schönen eingestellten Fotos und die Berichte von dir. Also „Großer“ genieß deine Zeit und pass gut auf dich auf und sei net zu mutig. 🙂
    LG an dich von Anita

  2. Boah! Beeindruckend! Sowas erlebt man sicher nur einmal! Schön, dass ihr helfen konntet. Auch wenn es wirklich traurig um die vielen Wale ist die es nicht schaffen. Aber tolle Aktion!

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